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EnergieRegion Rhein-Sieg

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz


Mit dem Projekt EnergieRegion Rhein-Sieg hat der Rhein-Sieg-Kreis die Themen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz als Top-Themen für die weitere Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung gesetzt.

Als erster Schritt wurde mit Unterstützung der Kreissparkasse Köln die Modellstudie "EnergieRegion Rhein-Sieg" erarbeitet. Diese Studie belegt, dass eine energetische Selbstversorgung des Rhein-Sieg-Kreises bei Wärme und Strom in einem höherem Umfang als heute möglich ist, wenn man die heimischen regionalen Potenziale der erneuerbaren Energien in stärkerem Umfang als bisher in Wert setzt und wirtschaftlich nutzt. 

DIe Ergebnisse der Studie sind in interaktiven digitalen Karten aufbereitet. Neben der Studie als Download finden Sie auf der Projekthomepage www.energieregion-rhein-sieg.de weitere Informationen rund um die Themen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

Das neue Solarkataster des Rhein-Sieg-Kreises ist ab März 2015 online

Für alle, die wissen wollen, ob sich das Dach ihres Wohn- oder Betriebsgebäudes für die Gewinnung von Solarenergie eignet, ist www.rhein-sieg-solar.de ab heute die richtige Adresse. Dort kann im Energieportal des Rhein-Sieg-Kreises (www.energieregion-rhein-sieg.de) für alle Standorte im Kreisgebiet eine interaktive Karten- und Luftbilddarstellung aufgerufen werden. Eine Farbskala von rot über orange, gelb bis grün lässt auf den ersten Blick erkennen, welche Dächer, Dachteile oder auch Freiflächen im Kreisgebiet in welchem Maß für eine Photovoltaikanlage zur Stromgewinnung oder für eine Solarthermieanlage zur Warmwassergewinnung genutzt werden können.

Landrat Sebastian Schuster und Kreiswirtschaftsförderer Dr. Hermann Tengler stellten gestern (16.03.15) gemeinsam mit Josef Hastrich, stellv. Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse Köln und Prof. Dr. Martina Klärle von der Klärle – Gesellschaft für Landmanagement und Umwelt mbH das neue Internetangebot vor. „Das neue Solarkataster – übrigens sind wir der erste Landkreis bundesweit, der in seinem Solarkataster Freiflächen berücksichtigt - liefert eine komfortable Erstinformation für interessierte Bürgerinnen und Bürger, Unternehmer, Investoren und das regionale Handwerk“, sagte Landrat Sebastian Schuster bei der heutigen Vorstellung des Katasters. „Der integrierte Wirtschaftlichkeitsrechner dient als Entscheidungshilfe, ob eine Investition in eine Photovoltaik- oder Solarthermieanlage lohnend ist.“

Neben der Eignung eines Gebäudes oder einer Freifläche sind im neuen Solarkataster für jede eingezeichnete Modulfläche auch konkrete Leistungswerte abrufbar, zum Beispiel wie viele Quadratmeter an Modulen auf dem Dach sinnvoll installiert werden können, welcher jährliche Stromertrag zu erwarten ist, wie hoch das jährliche Einsparpotenzial an Kohlendioxid (CO2) sein kann. Ebenfalls dargestellt wird, ob und inwieweit ein Dach für eine solarthermische Anlage zur Heizungsunterstützung oder zur Warmwasserbereitung geeignet ist.

Dass das Thema „Erneuerbare Energien“ ein Wirtschaftsthema ist, macht Wirtschaftsförderer Dr. Hermann Tengler an einer ganz einfachen Rechnung klar. „Wenn von den weiteren derzeit rund 115.000 geeigneten, aber noch ungenutzten Dachflächen nur jede zehnte für neue Anlagen genutzt würden, dann entspricht das 11.500 neuen Anlagen und einem Investitionsvolumen von rund 82 Mio. Euro. Das zeigt, welches wirtschaftliche Potential in den erneuerbaren Energien für die heimischen Unternehmen, insbesondere für das Handwerk, steckt.“

Das Solarkataster des Kreises wurde mit Unterstützung der Kreissparkasse Köln erarbeitet. „Die Energiewende findet letztlich vor Ort statt und bedeutet für Kreise, Städte und Gemeinden eine große Hausforderung. Als regionales Kreditinstitut und Partner der Kommunen unterstützen wir gerne Initiativen, die zum Gelingen der regionalen Energiewende beitragen, so auch das Solarkataster im Rhein-Sieg-Kreis“, erläutert Josef Hastrich das Engagement der Kreissparkasse Köln.

Die Berechnungen für das Solarkataster wurden im Auftrag der Wirtschaftsförderung des Rhein-Sieg-Kreises von Prof. Dr. Martina Klärle durchgeführt.

Das Solarkataster kann natürlich keine Aussagen treffen über den Zustand und die Statik eines Daches. Dies muss im Einzelnen durch eine fachmännische Prüfung vor Ort erfolgen und es ersetzt auch nicht die energetische Beratung durch eine kompetente Fachperson. Bei der Auswahl einer qualifizierten Fachfirma zur Durchführung baulicher Maßnahmen ist die Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg gerne behilflich. Bei der Nutzung und künftigen Umsetzung der gewonnenen Ergebnisse aus dem Solarkataster wird die Wirtschaftsförderung des Rhein-Sieg-Kreises weiterhin eng mit der Kreishandwerkerschaft, qualifizierten Energieberatern, dem Bergischen Energiekompetenz-Zentrum und weiteren Partnern zusammenarbeiten.

Weitere Informationen sind zu finden unter: www.rhein-sieg-solar.de oder www.energieregion-rhein-sieg.de


Windenergie

Die Research Studios Austria Forschungsgesellschaft mbH / Research Studio iSPACE in Salzburg, hat 2014 ein Update mit einer umfänglichen Erweiterung der vorherigen Windpotenzialanalyse für den Rhein-Sieg Kreis erstellt. In dieser Neufassung werden gesetzliche Änderungen, Ergebnisse aus der jüngeren Rechtsprechung und veränderte Anforderungen aus dem Umwelt- und Naturschutz berücksichtigt.

Was wird dargestellt?

In der Windkraftkarte des Rhein-Sieg-Kreises werden Windgeschwindigkeiten und Leistungsdichten für drei verschiedene Höhen ermittelt, um eine erste Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von Windkraftanlagen für einzelne Standorte im Rhein-Sieg-Kreis zu erhalten.

Des Weiteren werden Ausschlussszenarien von Standorten für Windkraftanlagen dargestellt, um aufzuzeigen, welche Potentialflächen bzw. Konzentrationszonen für eine mögliche Errichtung von Anlagen im Rhein-Sieg-Kreis noch vorhanden sind.


Bergisches Energie-Kompetenzzentrum

Der Rhein-Sieg-Kreis hat mit dem Trägerverein Bergisches Energie-Kompetenzzentrum e.V. seit 2013 eine Kooperation abgeschlossen.

Der Bergische Energie-Kompetenzzentrum (BEKZ) im Oberbergischen Lindlar-Remshagen auf dem Standort des Entsorgungszentrums Leppe (metabolon) hat zur Aufgabe, die Bevölkerung und Unternehmen über das Thema erneuerbare Energien unter besonderer Berücksichtigung des Klimaschutzes und des Energiespargedankens umfassend zu informieren und zu beraten. Zu diesem Zweck unterhält der Trägerverein des BEKZ ein Ausstellungs-, Demonstrations- und Transferzentrum für regenerative Energien und Energieeffizienz mit integrierter Verbraucherberatungsstelle. 

Weitere Informationen unter: www.bergisches-energiekompetenzzentrum.de


BürgerEnergie Rhein-Sieg eG

Die Energiegenossenschaft plant regenerative Projekte in der Region. Konkret geschieht das durch Finanzierung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. In der Genossenschaft beteiligen sich Menschen und Organisationen mit einem oder mehreren Geschäftsanteilen. Damit investieren sie in umweltfreundliche Energieprojekte. Aus den Projekten soll auf Dauer eine jährliche Dividende erwirtschaftet werden. Die Beteiligung an der Energiegenossenschaft ist für Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Verbände und Unternehmer eine Investition in die Zukunft - ökonomisch und ökologisch.
Sie wird unterstützt durch die Städte Siegburg, Hennef, Lohmar, Bonn, Troisdorf, Sankt Augustin, der Gemeinde Much und dem Rhein-Sieg-Kreis.

Der Vorstand favorisiert den regionalen Charakter der Projekte und sucht den Verbund mit allen Kommunen in der Region Bonn/Rhein-Sieg und darüber hinaus.
Die BürgerEnergie Rhein-Sieg eG bietet über eine Beteiligung die Möglichkeit, sich aktiv für eine nachhaltige und dezentrale Energieversorgung einzusetzen.
Auf der Internetseite können Sie mehr über die BürgerEnergie Rhein-Sieg erfahren.