Rhein-Sieg-Kreis (an) – Wie schriftliche Zeugnisse beweisen, existierte in Siegburg unter dem Schutz der Abtei bereits seit dem 13. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde. Nach mehreren Jahrhunderten der Abwesenheit siedelte sie sich zum Ende des 17. Jahrhunderts in der Holzgasse wieder an, wo sich unter anderem die Synagoge und das Ritualbad (Mikwe) befanden.
Vor allem der alte jüdische Friedhof an der Heinrichstraße stellt mit seinen etwa 350 Grabstellen ein noch heute sichtbares Zeichen für die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Siegburg dar. Obwohl er vermutlich schon im Mittelalter an dieser Stelle bestand, wird der älteste erhaltene Grabstein auf das Jahr 1696 datiert, die Belegungszeit erstreckt sich bis ins 20. Jahrhundert.
Bei dem Rundgang mit Dr. Claudia Maria Arndt, der Leiterin des Archivs des Rhein-Sieg-Kreises, sollen sowohl die Geschichte der jüdischen Gemeinde Siegburgs als auch einige besondere Grabstätten sowie jüdische Bestattungsriten im Allgemeinen vorgestellt werden.
Die Veranstaltung findet am Freitag, 11. April 2025, von 13:00 Uhr bis 14:00 Uhr statt. Treffpunkt ist der Jüdische Friedhof an der Heinrichstraße in 53721 Siegburg. Die Teilnahme ist kostenlos.
Die männlichen Teilnehmer werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.
Eine verbindliche Anmeldung beim Kreisarchiv unter 02241 13-2928 oder gedenkstaetterhein-sieg-kreisde ist erforderlich. Maximal 25 Personen können teilnehmen.
24.03.2025/101